25 Jan 2019

Selbsthilfe für Menschen mit chronischen Wunden

0 Kommentare

Selbsthilfe

Sie haben eine chronische Wunde und möchte aktiv etwas dafür tun um einen schnelleren Wundverschluss zu erreichen? Hier finden Sie ein paar nützliche Tipps, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Trinken Sie viel! Wasser und Tee sind wichtig um unsere Zellen zu unterstützen und die Haut geschmeidig zu halten. Nur wenn unsere Haut elastisch ist und gut von innen versorgt wird haben wir einen Schutzmantel um ein Eintreten von Bakterien und Viren durch kleine Hautrisse zu vermeiden.

Unsere Füße tragen uns durch das Leben. Dankbar sollen wir sie pflegen und ihnen täglich Beachtung schenken.

Daher möchte ich Ihnen nahelegen: Achten Sie darauf, dass Ihre Füße warm und trocken sind. Falls Sie durch eine Polyneuropathie eine eingeschränkte Empfingung haben und Wärme oder Kälte der Füße nicht mehr so gut spüren können, greifen Sie die Füße zur Kontrolle an. Bei kalten Füßen und Zehen kann eine Massage Abhilfe schaffen. Sie können dafür selbst tätig werden und damit auchgleichzeitig ein wenig Gymnastik machen, oder Sie lassen sich von Ihren liebsten verwöhnen. Auch Baumwoll- oder Wollsocken können Ihnen wieder warme Füße bescheren. Gönnen Sie sich aber bitte jeden Tag ein frisches Paar Socken damit Bakterien auch hier kein leichtes Spiel haben.

Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Duschen gut ab. Speziell auch in den Zehenzwischenräumen. Bakterien lieben es warm und feucht und greifen unseren Schutzmantel, die Haut, unter diesen Umständen nur allzu gerne an.

Eine richtige Nagelpflege kann helfen Wunden zu verhindern.

Für Diabetiker und Menschen mit Blutverdünnung: Nützen Sie das Angebot von medizinischen Fußpflegern und Fußpflegerinnen. Sie haben das nötige Know – how und Instrumente, um eine gute Nagel- und Fußpflege durchführen zu können. Sie wissen welcher Nagelschnitt für Sie gut ist um sich nicht selbst mit den eigenen Nägeln zu verletzen. Außerdem reduzieren Podologen auch Hornhaut und Schwielen damit kein Druck auf das darunter liegende Gewebe entstehen kann. Damit vermindert sich das Risiko einer unter der Hornhaut entstehenden Wunde.

Ein adäquates Schuhwerk ist vor allem bei Diabetikern das A und O. Aber auch Menschen mit Fersensporn können durch angepasste Schuhe profitieren und damit Schmerzen vermindern. Der Schuh darf nicht einengen oder drücken soll aber genug Halt bieten und nicht scheuern. Barfuß zu gehen ist zwar prinzipiell gut, sollte aber bei Diabetikern vermieden werden. Die Gefahr einer unbemerkten Verletzung durch ein eingetretenes Steinchen ist zu groß. Da das Schmerzempfinden bei Diabetikern oft eingeschränkt ist, bleiben Verletzungen an den Fußsohlen oft unbemerkt. Dies stellt eine Eintrittspforte für Keime und Bakterien dar und kann unter anderem bis zu einem “Rotlauf” oder “Blutvergiftung” und Sepsis führen. Diabetikern rate ich weiße Baumwollsocken zu tragen. Sie werden jetzt sagen: Weiße Socken? Die trage ich nicht, wie sieht denn das aus!? Sogar der King of Pop – Michael Jackson hat bei seinen Auftritten weiße Socken getragen. Und wer weiß, vielleicht hat es ihm sein Arzt geraten.

Der einfache Grund FÜR weiße Socken bei Diabetikern: falls eine Wunde entstanden ist, weil man vergessen hat, seine Füße jeden Tag mit dem Spiegel zu inspizieren, sieht man es (zwar zu spät) durch den Fleck auf der Socke.

[zum Anfang]

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen